Fahrgastrechte

Beförderung von schwerbehinderten Menschen

Fahrgäste, die Inhaber eines Schwerbehindertenausweises mit Beiblatt und gültiger Wertmarke sind, können alle Verkehrsmittel im Tarifgebiet des VBB im Rahmen der gesetzlichen Regelungen (Sozialgesetzbuch IX § 145 Abs. 1) unentgeltlich nutzen.

Begleiter von schwerbehinderten Menschen werden generell unentgeltlich befördert, wenn die Berechtigung der ständigen Begleitung aus dem Schwerbehindertenausweis hervorgeht. Zusätzlich zu einer Begleitperson kann in diesem Fall auch ein Hund unentgeltlich mitgenommen werden.

Zur unentgeltlichen Nutzung von DB-Zügen ist das "Streckenverzeichnis" der DB nur von Bedeutung, wenn darin Strecken aufgeführt werden, die ganz oder teilweise außerhalb des VBB-Tarifgebietes liegen. Die Regelung gilt für schwerbehinderte Fahrgäste generell und unabhängig vom Wohnsitz.

Fahrgastrechte im Buslinienverkehr unter 250 km

Die Europäische Verordnung (EU) Nr. 181/2011 über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr unter 250 km legt Mindestrechte für Fahrgäste fest:

  • Sie haben Anspruch auf diskriminierungsfreie Beförderung. Dies bedeutet, dass ihnen die Beförderung nicht aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit, Behinderung oder eingeschränkter Mobilität verwehrt werden darf, soweit dem nicht geltende Gesundheitsanforderungen oder Sicherheitsbestimmungen, die Bauart des Fahrzeugs oder die Infrastruktur der Haltestelle entgegenstehen.
  • Bei Verlust oder Beschädigung ihrer Mobilitätshilfe oder ihres Hilfsgeräts haben sie Anspruch auf finanzielle Entschädigung in Höhe des Wiederbeschaffungswertes oder der Reparaturkosten. Voraussetzung ist, dass der Verlust oder die Beschädigung von der BVG verursacht wurde.
  • Sie haben Anspruch auf angemessene Reiseinformationen während der gesamten Fahrt.
  • Sie haben Anspruch auf Bereitstellung von Informationen über die Rechte nach der vorgenannten Verordnung.
  • Beschwerden können sie innerhalb von drei Monaten bei der BVG einreichen. Dann haben sie einen Anspruch auf eine Antwort innerhalb von einem Monat. Sollten sie Einwände gegen die Antwort haben, können sie sich
    • erneut an die BVG wenden,
    • an die Nationale Durchsetzungsstelle für Kraftomnibusverkehre wenden:
      Eisenbahn-Bundesamt, Heinemannstraße 6, 53175 Bonn, Tel. (0228) 307 95 400, Fax (0228) 307 95 499,
      E-Mail: fahrgastrechte@eba.bund.de,
      Internet: http://www.eba.bund.de.

Der vollständige Verordnungstext kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32011R0181&rid=2.

Unentgeltliche Mitnahme

Fahrgäste, die im Besitz gültiger Fahrausweise sind, können Kinder bis zum sechsten Lebensjahr (bei Fähren bis zu 3 Kinder), Gepäck und einen Kinderwagen unentgeltlich mitnehmen.

Beförderungsbedingungen

Die Beförderungsbedingungen sind im Teil A des gültigen VBB-Tarifs festgehalten.

Information zu Streitbeilegungen

Die Europäische Kommission stellt unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Plattform zur online-Streitbeilegung bereit.

Zur Beilegung von Streitigkeiten aus der Beförderung von Fahrgästen durch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben wir uns zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle (söp) verpflichtet. In diesen Fällen können sich unsere Fahrgäste an die nachfolgende Schlichtungsstelle wenden:

söp Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e. V.
Fasanenstr. 81
10623 Berlin
Telefon: (030) 6449933 0
Telefax: (030) 6449933 31

 E-Mail: kontakt@soep-online.de
 Internet: http://www.soep-online.de/

In allen anderen Fällen nehmen wir nicht an Verbraucherschlichtungsverfahren teil. Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen und Problemen in diesen Fällen direkt.